Do Khyi Maxes Blog

Unser Ziel. Verstehen und Erhalt einer Hunderasse. Der Umgang mit einem Hund tut dem Menschen gut. Wenn der Hund gesund sein kann und einen passenden Halter findet

Montag, 29. März 2010

Do Khyi Buchempfehlungen

Do Khyi Buchempfehlungen - Die innere Einstellung zum Mitgeschöpf und zu uns

Der Herrgott hat die Zeit gemacht,
von Eile hat er nichts gesagt.

Diesen Spruch habe ich vor etlichen Jahren zum Do-Khyi gefunden...

Aus der Erfahrung, auf welche innere Einstellung es ankommt, im Umgang mit meinen (und allen) Hunden. Aber auch aus der Erfahrung mit dem Mensch gemachten Umfeld um diesen Hund, - den Do-Khyi, herum möchten wir Euch ein paar hilfreiche Buchempfehlungen (auch CD, DVD) aussprechen.

Es hilft uns die richtige innere Einstellung zu unseren Mitgeschöpfen, und darin ist der Hund eingeschlossen, sowie die innere Einstellung zu uns selbst zu finden. Im Laufe der Jahre wird man durch seine Do-Khyis bereits zu einer Art Ahnung der zutreffenden inneren Einstellung unseren Mitgeschöpfen und Mitmenschen gegenüber "erzogen"...

Dalai Lama, "108 Perlen der Weisheit Auf dem Weg zur Erleuchtung"

Dalai Lama, "Das Buch der Menschlichkeit Eine neue Ethik unserer Zeit"
 
 Dalai Lama, "Inneren Frieden finden"
Dalai Lama, "Das Meer der Weisheit"

Alle Buchempfehlungen sind über amazon.de erhältlich


@ Tibimaxe

Sonntag, 28. März 2010

Do Khyi Realitaet leistet Widerstand

Do Khyi: Schwarzbuch Hund in der zweiten Auflage

Für Do-Khyi – Halter welche sich für die Situation des Hundes in unserer Gesellschaft interessieren haben wir hier eine Buchbesprechung mit Empfehlung ausgesprochen.  Inzwischen ist die erste erfolgreiche Auflage vergriffen und die zweite Auflage ist auf dem Markt der Hundefachbücher angekommen.

Es ist ein Standardwerk das in keinem Bücherschrank von Hundeliebhabern fehlen sollte! 

Auch in der zweiten Auflage liest es sich für mich spannend wie ein Kriminalroman und gewährt Einblicke, für welche man sonst Jahrzehnte an Erfahrungen benötigt. Wissen wird weitergegeben und nicht vorenthalten. Mancher mag es im Inhalt für den Hund in der heutigen Gesellschaft erschreckend finden.
Aber es ist eher:   ” Realität leistet Widerstand. “

Wer Hunde liebt darf nicht mehr wegschauen. Die Aktion des Dortmunder Appell verhallt nicht mehr ungehört, wovon man sich auf dem neuesten Beitrag des Petwatch-Blog überzeugen kann.
Wer weiß es?  – Möglicherweise wird der Do-Khyi doch zu einem der Anschauungsmodelle der heutigen Hundezucht?

Dem Hund wird eine Chance gewährt in unserer Gesellschaft. Es werden unsere Stimmen für den Hund gehört. Es ist fünf vor zwölf für die Do-Khyi – Zucht und fünf vor zwölf für die Rassehundezucht.

Manche Einblicke mögen vielleicht erschreckend sein. Denkt immer daran die Hunde der Rasse, - einer Rasse sind nicht der Auslöser, sondern sie verdienen eine Chance. 
Wer seine Rasse liebt sollte nicht mehr wegschauen, sondern diese Hunde der Rasse unterstützen!



Samstag, 27. März 2010

Do Khyi Marketingaspekt

Do Khyi Nachrichten als Vermarktungsaspekt

Keine andere Hunderasse wird so oft durch die Nachrichtenagenturen AP  "veröffentlicht". Das ist eine weltweite Marketingkampagne für die Tibet Dogge, - durch Nutzung der Nachrichtenseiten... 
Keine weitere Hunderasse schafft es so häufig in die Weltnachrichten wie der Tibetan Mastiff aus China...

Ist der fantastische Kaufpreis ein gelungener Marketingaspekt... (?)
Bereits am Donnerstag gefunden: http://www.n24.de/news/newsitem_5948560.html

Quelle: NN, Freitag 26.03.2010
 
Vorführen auf einer Hundeausstellung im Military - Look. Andere Länder andere Sitten. Die geplante und erfolgreiche Vermarktung von Hunderassen. Erfolgreiches Marketing welches den tatsächlichen Absatzmarkt anspricht. Der Hobbyzüchter - keine Chance in China!
Der Do-Khyi, auch Tibet Dogge oder Tibet Mastiff genannt, aus China ist bisher die zweite Hunderasse der Welt, welche am Reißbrett "entwickelt," also sozusagen im "Outfit"geplant wurde...
Inzwischen sind solche Hunde schon länger auch in den USA und in Europa angekommen. Do-Khyi - Züchter könnten auf solche Weise mitgeholfen haben, diesen Hundetyp salonfähig zu machen und sind bereit auch Summen auszugeben. Der "Markt" für chinesische "Züchter"...

The Tibetan Mastiff Industries, so wird die Zucht in China bezeichnet... 
Erfolgreiche "Unternehmungen" sind hier anerkannt und müssen sich nicht hinter elitären Zirkeln verstecken.

@ Tibimaxe

Was ein Do-Khyi tatsächlich ist findet man hier!

Donnerstag, 25. März 2010

Do Khyi Finally about PRA

Do Khyi Abschließendes zur PRA

Durch die voran gegangenen Betrachtungen und auch die Schlussfolgerungen welche man ziehen kann, habt Ihr nun gelernt, dass es völlig unerheblich ist Nennungen von Do-Khyi Namen auf Listen im Internet, - oder welcher Rüde mit welcher Hündin wie oft verpaart wurde, zu betrachten....
Es geht um den Sinn von Hundezucht und was für einen wirklichen Do-Khyi - Liebhaber und Halter tatsächlich wichtig ist.

Im Gegenteil, - egal wie man es auch dreht oder wendet.:
Die PRA beim Do-Khyi ist eine als "mittel" in deren Erscheinung und Erkennung eingestufte Augenerkrankung. Der Krankheitsbeginn dürfte im 1-2 Lebensjahr des Hundes liegen. Bei Beiden in der Studie befindlichen Do-Khyi - Blutproben (TM) wurde die Erkrankung im 4. Lebensjahr eindeutig erkannt... (!)


Der in Deutschland erste, an PRA erkrankte Do-Khyi, Aktar van Chattang, geboren in 1986, wurde  noch im vollendeten 5 Lebensjahr (!) nochmals in Deutschland bei zwei verschiedenen Hündinnen, zur Erzielung von Welpen, als Deckrüde in 1990/1991 eingesetzt!

Der in Deutschland immer noch strittige Termin der ersten Meldung der Schweizer Erkrankungsfälle für den B-Wurf in Sohn-/Mutterverbindung, - als das erste offizielle Auftreten der PRA im deutschsprachigen Raum kann nicht, - wie in Deutschland "vermutet", erst zwei Jahre nach dem Erkennen der Erkrankungen in der Schweiz stattgefunden haben. 
Zu diesem Zeitpunkt wäre der, an PRA erkrankte und später offiziell als Erkrankungsfall gemeldete Aktar van Chattang, immerhin schon 7 Jahre alt gewesen!

Rassen mit relativ "spätem" Erkrankungsbeginn sind auf S. 95 deutlich noch einmal bezeichnet:

Gerade für Rassen mit relativ spätem Krankheitsbeginn (4-5 Jahr) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass homozygot erkrankte Hunde das krankheitsverursachende Allel an ihre Nachkommen weitervererben. Erst wenn ein an gPRA-erkrankter Nachkomme erkannt wird, ist bei einem ar Erbgang sicher, dass die Elterntiere Träger des gPRA-Allels sind. Sie werden dann von der Zucht ausgeschlossen, haben aber möglicherweise schon mehrere Nachkommen gezeugt, die dann auch von der Zucht ausgenommen werden, um die Reduktion des gPRA-Allels in dieser Rasse zu erreichen.

Natürlich nehmen wir an, dass eine im 1 - 2. Lebensjahr feststellbare, beginnende Nachterblindung, eines an PRA erkrankten Do-Khyi in Deutschland, ja das vollständige Erblinden im Alter von 3 bis 5 Jahren, sofort offiziell an einen Zuchtverantwortlichen gemeldet wurde... 
Mit 7 Jahren sind an PRA erkrankte Do-Khyi womöglich schon länger blind!
Die erste offizielle Meldung hätte in diesem Fall, - in jeden Fall  - aus Deutschland kommen müssen!

Stattdessen ist nach Erreichung des 5. Lebensjahres noch der Zuchteinsatz des Rüden Aktar van Chattang in Deutschland festzustellen. In einem Fall auf einer Tochter seines Onkels Asmin van Chattang. Im weiteren Fall  (1991) auf einer aus den USA eingeführten Hündin ohne Chattang - Vorfahren. Erst danach (!) wurde er nicht mehr im Zuchteinsatz verwendet...
Zwei weitere Würfe, im ungarischen Zuchtbetrieb, mit zwei verschiedenen Söhnen aus seinem Onkel wurden in  sehr enger Inzucht geführt, über die Hündin Bhotoo Bellana van Chattang, welche in der Schweiz und auch in Deutschland Erkrankungsfälle brachte. Diese war aus Frankreich nach deren dortiger Zuchtverwendung  in die Schweiz gekommen ...
Womit auch ein "Teil" von unbenannten PRA Erkrankungen, der Zucht in Frankreich, erwähnt in dem Buch "Hirtenhunde" von Roswitha Hirsch-Reiter, eine Entsprechung findet!

In den deutschen Zuchtbetrieb, welcher auch die Rüden Aktar van Chattang und Asmin van Chattang eingeführt hatte, trafen aus dem ungarischen Zuchtbetrieb aus genau vier Würfen - 9 Do-Khyi - Nachkommen ein. Aus dem Rüden Aktar van Chattang vier Nachkommen. Aus den zwei Söhnen  in enger Inzucht des Onkels Asmin van Chattang drei Nachkommen, wovon keiner zur Zucht eingesetzt wurde...
Ein neunter Welpe aus der, jeweils in allen vier Würfen, immer gleichen Do-Khyi Hündin, (Vater Asmin van Chattang) war in der Vaterlinie völlig ohne Chattang - Vorfahren gezüchtet.

Noch im Jahr 1993, wurde im deutschen Zuchtbetrieb ein Nachkomme aus Ungarn, eine Tochter von Aktar van Chattang (dieser nun 7 Jahre alt) welche ebenfalls an PRA erkrankte, im Alter von vier Jahren (!) belegt nach einem nicht mit den Chattang - Vorfahren verwandten Rüden.
Weiter Ende 1992,  der an PRA erkrankte Aktar van Chattang hat sein 6. Lebensjahr vollendet, - eine (!) 5 jährige Hündin aus dem Schweizer Wurf (Sohn/Mutter-Verpaarung) welche offiziell bekannt an PRA erkrankte...
Dies mit einem Sohn aus Asmin van Chattang der auch im ungarischen Zuchtbetrieb als Deckrüde eingesetzt war... Mit der Folge von weiteren von PRA betroffenen Nachkommen!

Erst wenn ein an gPRA-erkrankter Nachkomme erkannt wird, ist bei einem ar Erbgang sicher, dass die Elterntiere Träger des gPRA-Allels sind. Sie werden dann von der Zucht ausgeschlossen, haben aber möglicherweise schon mehrere Nachkommen gezeugt, die dann auch von der Zucht ausgenommen werden, um die Reduktion des gPRA-Allels in dieser Rasse zu erreichen.

Alle Nachkommen aus einem Elternpaar (Vater wie Mutter), welche einen an PRA erkrankten Nachwuchs haben, sind als Träger der Erkrankung anzusehen und für eine Weiterzucht zu sperren!

Manches könnte den Eindruck erwecken, als ob mancher Zuchtbetrieb solche Regeln ad absurdum führen könnte ...(?)
Die Regeln eines Erbganges, welcher aus Sicht der Wissenschaft, auch in seinen Regeln für diese Rasse bis heute nicht bekannt ist, - in einer Art "Hobbybastler" versuchen zu bestimmen, - würde bedeuten Testverpaarungen bewusst durchzuführen. Hoffnung zu haben, dass "Vermutungen" vielleicht "aufgehen" könnten.
Dazu wären, um solches fachlich durchzuführen, Wurfwiederholungen mit Nachkommen aus an PRA erkrankten Hunden notwendig = Das wiederholte in Kauf nehmen von erblindenden Hunden!!! 

Wäre es so, - an dieser Stelle möchten wir in diesem Zusammenhang noch einmal an das deutsche Tierschutzgesetz erinnern, - so ist es dennoch nicht gelungen die Erkrankung PRA züchterisch beim Do-Khyi, bis heute "sicher" kontrollieren zu können....!
Davon zeugt eine weitere "wahrscheinliche" PRA-Erkrankung eines in Deutschland lebenden Hundes der Rasse:
Wir hoffen, dass der aktuelle Erblindungsfall dieses Do-Khyi offiziell gemeldet wurde.

Inzwischen haben wir 2010. Viele Generationen von Do-Khyi haben das Licht der Welt erblickt und die einzelnen Blutlinien haben sich, angesichts der geringen Grundbasis an Zuchthunden, verdichtet. Es ist heute fast nicht mehr möglich einen in Europa oder klassisch in den USA gezüchteten Do-Khyi ohne Chattang - Blutlinie im Hintergrund der Ahnen zu erwerben...

Was bleibt ist der Rat an alle, die ihren Do-Khyi lieben, diesen auch einmal einer DOK - Augenuntersuchung zuzuführen und an die Verantwortlichen eine Bitte:
Erkrankungsfälle zu melden, diese der Wissenschaft zuzuführen um einen Gentest zu entwickeln. So, dass in Zukunft PRA - Genanlagen tragende Zuchthunde nicht ausschließlich durch den Blick in eine Glaskugel, - oder durch wieder an PRA erkrankte, erblindende Do-Khyi herausgefunden werden müssten!

@ Tibimaxe.de

Lest weiter:
Teil 1 Do Khyi Fundamental knowledge PRA
Teil 2 Do Khyi Resuming knowledge PRA


Damit ist die Reihe noch nicht abgeschlossen. Wir arbeiten daran Euch noch tiefer hinter die Kulissen blicken zu lassen! Teil 4 wird Euch Einblick geben können wie die Erkrankung in der Rasse verbreitet wurde.


Teil 4 Do Khyi PRA Ein Blick


Zum Abschluss der Serie werden wir Euch einen Blick in das Leben mit einem blind gewordenen Hund ermöglichen!





Dienstag, 23. März 2010

Do Khyi Reportage in der dogs

Do Khyi - `dogs`Reportage über Einen der auszog und Recherchierte

In der aktuellen Ausgabe der dogs 2/2010 ist eine Reportage über den Journalisten und Buchautoren Heiko Gebhard zu finden. Einer der im Jahr 1977, mit der Veröffentlichung seiner Recherchen in der Zeitschrift "Stern", mit der Serie "Du armer Hund", zu welcher später ein gleichnamiges Buch erschien, die Hundewelt Deutschlands aufgerüttelte. Aber nicht nur diese:
Der Hundehandel wurde in Folge daran aus dem Sortiment von Versandhandel und Tier- wie Zoogeschäften verbannt...

Inzwischen scheint vieles wieder vergessen. Es hat sich über die Zeit für die Hunde im Handel wenig geändert. Das Geschehen der schlimmen Bilder wurde verlagert, ins Ausland. Die Methoden des Angebotes verfeinert. Inzwischen droht definitiv der Hundehandel wieder in entsprechenden Zoohandlungen anzukommen.
Weiterhin immer noch bekannt, viel gefragt und unvergessen, ebenso wie prägend für nicht wenige Hundehalter, die Ausführungen in dem Buch "Die Sache mit dem Hund", zusammen mit dem Mitautoren Gert Haucke. 

Die Ausführungen in der Einleitung lesen sich auch heute noch völlig zutreffend auf die aktuelle Hundewelt - Man kann nichts hinwegnehmen, höchstens etwas hinzufügen. Manche Methoden wurden der Zeit angepasst und modifiziert um Hunde an den Mann oder die Frau zu bringen.
Der Journalist Heiko Gebhard ist in seinem Wirken ein Verfechter der idealisierten Hobbyzucht und wusste dies auch passend zu schildern!
Ein paar Zitate aus dem Interview, der Reportage dogs 2/2010
Zur Recherche für die Serie "Du armer Hund" im "Stern"
"Das Ganze hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen." sagt Hundefreund Gebhardt. "Es war ein solches Elend. Eine echte Mafia, hochaggressiv. Ich erhielt anonyme Anrufe, Pakete, in denen tickende Wecker drin waren. Ich hatte denen ja das Geschäft kaputt gemacht"

Das Buch "Du armer Hund" erschienen 1978 hat manchen Hundeliebhaber nachhaltig geprägt. Einblicke gegeben. Es ist, -  wie auch das Magazin dogs in der Reportage anmerkt, "immer noch schauerlich aktuell"

Wer die Serie in der Zeitschrift Stern kennt und das Buch "Du armer Hund", aber auch das zuletzt erschienene Buch,  "Die Sache mit dem Hund" hat Heiko Gebhardt als idealistischen Züchter seiner Rasse kennen gelernt und die idealen Beweggründe zur Hundezucht aufgenommen.
Um so mehr wird seine Ausführung zur Hundezucht in der dogs - Reportage vor dem Hintergrund unserer heutigen Zeit in der Hundezucht interessant:

"Irgendwann hab ich gesehen, dass es sinnlos ist, immer weiter Hunde zu zuzuliefern. Ich habe sechs oder sieben Würfe gemacht, dann hatte ich das kapiert."

Es ist ein Blick in die Welt der Hundezucht mit den, darin eingeschlossen, bis heute nicht gelösten Mechanismen. Es ist der Einblick in einen Kreislauf, welcher eine Art eigener Wirtschaftskreislauf ist und zuletzt in den Grauzonen immer schon auch an den Hundehandel liefert. Die Grenzen sind nicht selten schwierig zu erkennen. Aber das System wird in unserer Gesellschaft und Hundewelt so hingenommen. Die Hundewelt lebt von diesem System und mitten darin. Sie ist nicht in der Lage etwas aus sich heraus zu ändern. Am wenigsten geht es darin direkt um das Wohlergehen der Hunde!
Inzwischen sind wieder Menschen aufgebrochen...


@ Tibimaxe

Sonntag, 21. März 2010

Do Khyi Resuming knowledge PRA

Do-Khyi Weiterführendes Wissen - zur PRA

Der interessierte Laie, Do-Khyi - Liebhaber und - Halter konnte hier einen umfassenden Einblick erhalten wie die erbliche Augenerkrankung PRA (Progressive Retina Athropie) in die Rasse Do-Khyi kam und auf welche Weise sich diese Erkrankung in der Rasse verbreiten konnte.
Es gibt unterschiedliche andere Hunderassen, welche ebenfalls die Augenerkrankung PRA, so wie  auch der Do-Khyi, neben verschiedenen anderen Augenerkrankungen kennen. Allerdings dürften es wenige Hunderassen sein, in welchen derart deutlich für Züchter zu erkennen war durch genau welche Zuchttiere eine  erbliche Erkrankung in eine Rasse kommt.
Trotz dieser guten Ausgangssituation ist es beim Do-Khyi nicht gelungen, das Ausbreiten, die Verbreitung dieser erblichen Augenerkrankung durch züchterische Maßnahmen zu verdrängen oder gar erfolgreich zu verhindern!

Es ist ja nicht so, dass nur und ausschließlich die gesamte Chattang - Blutlinie für die Zucht hätte gesperrt werden müssen und damit wäre ein allgemeines Risiko, - eine erbliche Erkrankung von vielen  Erkrankungen , für immer und ewig aus dieser Hunderasse auszuschließen...
Der Hintergrund der Chattang - Zuchthunde waren direkt aus den Ursprungsländern eingeführte, noch relativ "unverzüchtete," Importhunde.
Kann dann, - realistisch gesehen, eine "Auszucht", also das Einkreuzen von nicht mit der Zuchtpopulation verwandten, also "blutsfremden Zuchttieren" aus den Ursprungsländern der Rasse  Do-Khyi helfen wieder völlig gesund zu werden?

Alle Zuchtmodelle, - hin zu einer größeren genetischen Varianz, gehen davon aus, dass beim Auszüchten insgesamt möglichst nur mit gesunden und überprüft gesund gebliebenen Zuchttieren, - wie auch Importtieren, aus den Ursprungsregionen gezüchtet würde...
Allerdings gibt es keinen einzigen Hund auf der Erde welcher nur intakte erbliche Attribute hätte. Es ist bei der "Auszucht" (Outcrossing) immer auch das Risiko gegeben wieder auf einen Do-Khyi, welcher einen Teil der PRA unerkannt erblich weitergeben kann, züchterisch zu treffen...  
Auch wenn dieser aus Tibet kommt...

Bisher jedoch ist es eine Illusion und wird auch eine Illusion bleiben, mit zwar augenuntersuchten Zuchttieren zu züchten, bei welchen eine erbliche Augenerkrankung, - zum Beispiel die PRA, bis zu einem gewissen Lebensalter noch nicht erkannt werden kann.

Wie bereits ausgeführt:
Wie aus der Arbeit der Ruhruniversität Bochum in den Tabellen zu sehen ist der Do-Khyi, -  im Bezug auf den Ausbruch der Erkrankung, als "mittel" anzusehen. Das heißt erst mit dem vierten Lebensjahr wurde bei beiden teilnehmenden Hunden die PRA - Erkrankung erkannt.
Frühestens im Alter von ein bis zwei Jahren können die Veränderungen an den Sehzellen auf der Retina des Auges beim Do-Khyi mittels einer ophthalmologischen Augenuntersuchung erkannt werden. Ab diesem Zeitpunkt kann dem Halter frühestens eine beginnende und rasch fortschreitende Nachtblindheit auffallen...
Ein Do-Khyi in Deutschland kann und darf, ebenso wie Do-Khyis im Ausland noch vor dem Termin, - ab welchem diese Augenerkrankung überhaupt "sicher" erkannt werden kann, - gemessen an Zuchtvorschriften, zur Zucht eingesetzt werden...(!)

Wird eine PRA im späteren Lebensverlauf des Zuchthundes bekannt, ist es möglich, - alleine dadurch, dass man mit diesem Hund nicht mehr züchtet (!), die Erkrankung unerkannt und offiziell unbekannt zu lassen!

Eine zwingend abschließende PRA- Untersuchung aller in der Zucht aktiv gewesenen Do-Khyi - Zuchthunde, - zum Beispiel im 5./ 6., besser 8. Lebensjahr, gibt es bis heute nicht... (!)
Nur auf diese Weise ist es realistisch, wenigstens "nachträglich" aufgetretene oder "mittel bis spät entwickelnde," erbliche Augenerkrankungen in einer Rasse, bei deren aktiv gewesenen Zuchttieren, überhaupt lückenlos zu erfassen!

Generell wird in der Zucht auf das Verantwortungsbewusstsein von Züchtern gesetzt. 
Ein verantwortungsbewusster Do-Khyi - Züchter wird vor diesem Wissenshintergrund, verschiedener erblicher Augenerkrankungen und verschiedener, anderer Erkrankungen, welche zu einem späteren Zeitpunkt erst auftreten können, keinen Zuchtrüden und keine Zuchthündin bei der Rasse Do-Khyi noch vor deren Vollendung des dritten Lebensjahres, ohne eine zutreffende, offizielle DOK - Augenuntersuchung (!) zur Zucht eines Wurfes einsetzen...

Auf der anderen Seite würde es der Erlangung von umfassenden, nicht nur züchterischem Wissen über erbliche Augenerkrankungen dienen, würden Zuchtvereine keine derartigen Lücken, in der Kette der Kontrolluntersuchungen auf die tatsächliche Gesundheit, - auch nach einem Zuchteinsatz von Zuchthunden lassen...

Für den Laien und Hundehalter nicht uninteressant, - im Bezug auf das Recht des Hundehalters, dass derartige Lücken bei Nachweisen für "gesunde Zuchthunde" existieren und gelassen werden... (!)
DOK - Augenuntersuchungbefunde von den Eltern Eures Do-Khyi, Eures Rassehundes, sollten also genau betrachtet werden und mit den Verkaufsunterlagen sollten generell Kopien der Augenuntersuchungs-Befunde an den Hundekäufer ausgehändigt werden.

@ Tibimaxe.de

Lest weiter:
Teil 1 Do Khyi Fundamental knowledge PRA

Teil 3 Do Khyi Finally about PRA
im Teil 4, welcher derzeit in Arbeit ist, werden wir Euch noch tiefer hinter die Kulissen blicken lassen.

Teil 4 Do Khyi PRA Ein Blick

Zum Abschluss der Serie werden wir Euch einen Blick in das Leben mit einem blind gewordenen Hund werfen lassen!

Samstag, 20. März 2010

Do Khyi Welpen How to3

Do Khyi  Welpenerziehung Ohne Leine…

Natürlich kann ein geübter Do-Khyi auch vielleicht ohne Leine laufen…
Vor allem dann, wenn es denn schon ein weiser, älterer Do-Khyi ist.   Schon möglich, dass er wenn er mit seinen Kräften haushalten muss, abschätzen kann ob er einen Sprint zu einem fremden Hund, Menschen, oder hinter einem Hasen her unbedingt haben muss.
Das sieht vollkommen anders aus, bei einem jugendlichen, im Vollbesitz seiner körperlichen Kraft stehenden Rassevertreter, vor allem dann - wenn er in seiner rassetypisch verlängerten *Sturm- und Drang – Phase* ist. Er braucht länger erwachsen zu werden als bekanntere Rassehunde, - und damit ist gerade auch die Pubertätsphase verlängert...

Do Khyi - Maxe im Freilauf, Nov.09
 
Inzwischen haben wir unsere drei Do-Khyi, immer mit dem Ziel einen sicheren Freilauf zu erreichen, aufgezogen und erzogen.
Ohne Leine, wohl bemerkt nicht nur auf einem abwechslungsarmen Gelände, in allen Situationen welche ein Hund als Begleiter meistern können muss.
Schon in der frühen Welpenphase fällt auf, dass ein Do-Khyi nicht unbedingt an den Fersen seines Menschen klebt. Sich selbst bewusst, im weiten Kontakt *mit ziehend*, würde die Situation bei einem Do-Khyi – Welpen- und Junghund, wie Erwachsenen schon passender bezeichnen.  Sicheres heran kommen und Freifolge ist weder mit Motivation noch mit der so bezeichneten „harten Hand“ zu erreichen.
Zu viel *Zwang*, der für uns noch gar kein richtiges Zwingen sein muss,  beantwortet ein frei laufender Do-Khyi mittels Ausweichen. Eine ausreichende Freifolge ist bei einigen Rassevertretern mit einem starken Nervenkostüm bei seinem Menschen, sturem aber freundlichen Durchsetzungsvermögen und eisernen *Weiter ziehen* zu erreichen.
(!) Es ist klar, dass solches nicht im Umkreis viel befahrener Straßen und Bahnlinien einzuüben ist. Für das Einüben haben wir uns also viele *für den Hund sichere Gelände* suchen und aufsuchen müssen. Gerne haben wir uns das Übungsgelände im Wald gesucht.  Die Möglichkeit für unsere Do-Khyi, uns über Kilometer weit beobachten zu können und das Mitfolgen schleifen zu lassen, - möglichst nicht gewährend.
Eine 100 % sichere Freifolge, wie bei anderen Hunden, erreicht man nicht (!)

Die beginnende Erwachsenenphase trägt dazu bei, dass ein Do-Khyi auch seiner Art gerechte Aufgaben wahrnehmen muss. Dazu gehört das unter lautem Bellen gezeigte Wehren. Es ist für keinen überraschend querenden, fremden Menschen angenehm einem derart arbeitenden Hund gegenüber zu stehen.
Das Neugierverhalten, alles aus der Nähe ansehen zu können um Eindrücke zu gewinnen ist eine weitere Schwierigkeit, welche man nur durch häufige Kontakte mit alltäglichen und nicht alltäglichen Situationen befriedigen und damit für einen Ausgang ohne Leine sicherer gestalten muss.
Ohne Leine ist also für einen Do-Khyi nur möglich bei ständiger Umsicht „seines Menschen“ der in der Lage ist jede Änderung im Verhalten bei seinem Hund sofort zu erkennen, zu deuten und der Art des Do-Khyi entsprechend darauf einzugehen.
Dazu gehört die zeitige und oft auch nur kurzzeitige Sicherung des Do-Khyi an der Leine oder Brustgeschirr, um ein selbständiges Entweichen des Do-Khyi zu unterbinden und auch um  Gefahr für den Hund zu vermeiden!

Wir konnten die Erfahrung machen, dass ein Do-Khyi, welcher den Entschluss umsetzt etwas direkt aus der Nähe kennen zu lernen oder zu kontaktieren, generell nicht abrufbar ist. Er muss diese Handlung erst zu Ende führen.
Dort – vor Ort angekommen, kann man den Hund verbal, mit der Stimme, wieder erreichen und beeinflussen.
Dieses Verhalten bedeutete für unsere drei Do-Khyi, dass nur einer auch wirklich,  in jedem Gelände bei fast allen unseren Spaziergängen und Wanderungen, frei ohne Leine laufen durfte und darf.

Zwei würden bei einem aufgehenden Hasen oder Reh nicht schon beim Verlieren des Sichtkontaktes ihren Lauf stoppen, sondern deren Handlung geht über in die gezielte Suche nach dem Objekt,  geht also deutlich weiter – über in Jagdverhalten.
Seine Schnelligkeit und Kraft könnte aus einem Do-Khyi einen sicher erfolgreichen Jäger machen. Diese selbst belohnende Handlung für den Hund gilt es sicher zu verhindern. Ein Do-Khyi welcher erfolgreich allein draußen unterwegs war, wird dieses Erfolgserlebnis, wie alle anderen Hunde, immer wieder suchen wollen!
Seine weitere Erziehung wird also schwierig! Er wird immer wieder entweichen...

So laufen also bei erfahrenen Do-Khyi Haltern die meisten Do-Khyi in abwechslungsreichem Gelände an der Leine. Ebenso verhält es sich bei aufkommender Dämmerung, wenn beim Do-Khyi die rassetypischen Instinkte, das Misstrauen in der Dämmerung zum Schützen und Wehren deutlich intensiver erwachen.

 Do-Khyi - Ambi an der Schleppleine im Freilauf Nov.09 Unretuschiert

Einen großen Teil ihres Lebens werden also die meisten Rassevertreter zu ihrer eigenen Sicherung vor Unfällen im Verkehr und vielen Gefahren draußen, mehr an der Leine laufend verbringen.Ein Training für Do-Khyi und Halter im Umgang mit einer Schleppleine, welche nicht zu lang sein sollte, ist also wichtig.
Das bedeutet aber nicht, dass man es mit einer Erziehung seines Do-Khyi, hin zum Laufen ohne Leine, von Welpenzeit an nicht versuchen sollte!
Von Welpenzeit an geübt, so wie bei allen Hunden, mit einer leichten, runden Lederschleppleine gesichert wird man es als Halter schnell lernen einen Do-Khyi - Welpen öfter einmal "abholen" zu müssen. Diese "Besonderheiten" sind zeitintensiv und so sollte man keinen Spaziergang unter Zeitdruck planen. Jeder Ausgang mit dem Do-Khyi - Welpen muss dem Do-Khyi dienen - Seiner Erziehung, seiner Sozialisierung mit allen Umweltsituationen, Menschen und Hunden, - und wir sollten ihm "nebenbei" noch das Eine oder Andere beibringen. Balancieren, Klettern, kleine Sprungübungen angepasst an sein Alter...
Schon früh in seinem Leben können wir mit einem Fährtentraining beginnen. So werden die Ausgänge interessant für unseren Do-Khyi - Welpen und er wird mit Deiner Geduld und Konsequenz  eventuell  (!) lernen frei zu folgen.

@ Tibimaxe.de

Freitag, 19. März 2010

Do Khyi Welpen How to2

Do-Khyi - Welpenerziehung Spielstunden, Kontakte, Sozialisierung

Zum Beginn: Wie bei allen individuellen Wesen gibt es auch beim Do-Khyi - Welpen große, individuelle Unterschiede. Der Eine ist eher sanft, andere eher Draufgänger, mancher gerne "Mittendrin" und andere lieber "nur Dabei" und dazwischen gibt es alle Abstufungen. Alle aber sind eine asiatische Hunderasse, welche von "ihrem" Menschen das richtige Hundeverhalten und die richtige Sprache erwartet...

Die ersten Tage sind geschafft, der Welpe hat Vertrauen gefasst und hat sich eingewöhnt. Zeit eine Welpen-Spielstunde aufzusuchen?

Grundlegend:  Jeder Do-Khyi - Welpe hat die angeborene Fähigkeit , und Ihr habt die Pflicht das zu ermöglichen, mit Artgenossen aller Art, sozial verträglichen Umgang zu pflegen. So, dass das, angesichts vieler verschiedener Hunderassen und Hundetypen, bei welchen gewisse Verhaltensweisen speziell züchterisch verstärkt, oder züchterisch verdrängt worden sind - klappen kann. 
Dazu braucht Euer Do-Khyi Welpe Umgang mit anderen Hunderassen und nicht nur ausschließlich mit tibetischen Hunden oder Herdenschutzhunden!


Beim wirklichen Freilauftraining hat ein Do-Khyi häufiger als man denkt "Begegnungen"
Abholen ist angesagt. Abrufen schwieriger...

Jeder Hund ist eine Art "Rassist" und so kann es mitunter zwischen sehr unterschiedlichen Hunde-"Typen" zu Missverständnissen kommen. Manche, wie zum Beispiel ein Hovawart, liegen dem Do-Khyi eher in den Charaktereigenschaften und andere, wie zum Beispiel ein Airedaleterrier, können einen Do-Khyi im späteren Erwachsenenalter - wenn die Erfahrung fehlt - zu Abwehrreaktionen veranlassen...

Es gibt also Hunderassen, welche, wie zum Beispiel ein Border Collie der gern geduckt heranschleicht, ein angezüchtetes Jagdverhalten zeigen, dass einen Do-Khyi als Herdenschutzhund zu Abwehr- und Schutzreaktionen veranlassen kann...(!)
Oder aber, wie zum Beispiel bei verschiedenen Terrier-Rassen und anderen, kann eine vollständige, arteigene Mimik durch Haare die auf dem Fang in die Höhe wachsen, oder durch Ohren, welche kein Ohrenspiel mehr zeigen zu Missverständnissen mit dem Schutzverhalten eines Do-Khyi führen.
Aus diesem Grund sind Welpenprägespieltage "empfehlenswert". Auf der anderen Seite ist es nicht einfach zutreffende Hundeschulen mit entsprechenden Kenntnissen über das Verhalten von Herdenschutzhunden flächendeckend zu finden...
Nicht schlecht ist es, wenn man schon vor der Ankunft des Welpen den einen oder anderen "Betrieb" mit Welpenstunden im Angebot besuchen und beobachten konnte. 

  • Es scheiden alle Betriebe aus, welche Hunde alles untereinander "ausmachen lassen"
  • Ebenso solche welche Kleinst- und Großhundewelpen ohne entsprechende Anleitungen generell in einem Durchgang betreuen wollen. 
  • Das Alter der Welpengruppe sollte begrenzt sein bis zu einem Maximum von 16 Wochen. Also sollten keine Junghunde in der Welpengruppe auftauchen.
  • Ebenso scheiden alle Betriebe aus, welche "persönliches, mitgebrachtes" Spielzeug der teilnehmenden Hunde zulassen.

Wer wirklich keinen zutreffenden Betrieb findet. Oder dort ,, zum Beispiel nur Retriever oder Border Collie samt deren Mixe sein sollten, der ist auf Hundekontakte "draußen" angewiesen. Sucht Euch ein paar wenige, nette auch ältere Hunde, entsprechender Größenunterschiede, samt netten Haltern und vereinbart gemeinsame Spaziergangstreffen....
Achtet auf die guten Sitten dieser Hunde! Denkt immer daran: Euer Do-Khyi - Welpe wird sich vieles von deren Verhalten abgucken. 
Weniger nette und sehr dominant-aggressiv auftretende Hunde, welche gerne andere Hunde mobben oder gar behuckeln sind als Kontakt für einen Do-Khyi - Welpen ausgeschlossen!
Merke: Der Do-Khyi - Welpe lernt durch Beobachten und wird später genau dieses Verhalten übernehmen im Bezug auf seine Hundebegegnungen!

Nun kann es losgehen:
Wenn eingegriffen werden muss, sollte der Do-Khyi Welpe mit ruhiger, bestimmter Stimme mit immer ein und demselben Hörzeichen aus "Getümmel" herausgenommen werden. Nicht nur wenn er unten liegt...(!)
Dieses Wort sollte sonst nicht im Umgang verwendet werden. Später kann man dann damit seinen Do-Khyi auch als Erwachsenen von strittigen Situationen mit anderen Hunden abhalten.

Achtung: 
Do-Khyi in einer Hundegruppe initiieren gerne Mobbingsituationen und andere führen dann aus. Im Fall der Fälle ist der Do-Khyi - Welpe frühzeitig zu stoppen. Zum Beispiel: Weg verstellen, am Brustgeschirr festhalten und dabei deutlich "verbal" (mündlich) das Missfallen ausdrücken... Wiederholung... Natürlich wird es der Do-Khyi - Welpe auch wieder versuchen...
The same procedere as every time... Die konsequenten Wiederholungen unseres Eingreifen sind es, welche eine Wirkung zeigen. Niemals aufgeben, genauso wie Dein Do-Khyi eben!

Wichtig:  Wer vom Betreuuer der Welpenstunde nur hört, dass er mit seinem Do-Khyi ein Dominanzproblem haben soll, weil der Hund nicht sofort abrufbar ist, oder weil er über "der Sache zu stehen scheint" = "meditiert", der sollte sich eine passendere Welpenstunde mit erfahrenerem Betreuungspersonal suchen...(!)

Im Lauf der wenigen Wochen wird das Eine oder andere bei freundlicher Konsequenz und mit unerschütterlichen Beharrungsvermögen immer besser funktionieren. Jede Übung mit Anwendung von Zwangsmaßnahmen lehnen wir ab! Das bedeutet nicht, dass man völlig unpassendes Verhalten eines Do-Khyi - Welpen nicht konsequent und schnell unterbrechen sollte! Ein Do-Khyi verliert sehr schnell das Vertrauen in die zutreffenden oder hier eben nicht zutreffenden Fähigkeiten seines Halters.

Sind Zwangsanwendungen der Fall und werden auf Anweisung von ungeeigneten Hundebetreuern laufend wiederholt -  wird ein Do-Khyi schwierig. Mit anderen Hunden, mit anderen Menschen, mit den eigenen Menschen und genau das gilt es zu verhindern...
Ein Gebrauchshunde - Abrichtungsplatz ist also absolut nicht geeignet für Herdenschutzhunde! Ebensowenig deren Übungsstunde!

Wir haben schon einmal deutlich über Do Khyi geschrieben, welche nicht selten aufgrund völlig fehl geleiteter Erziehungs- oder Nichterziehungsmaßnahmen und auch fehl geleiteter Anschaffung mit deren Leben bezahlen. Wir hoffen, dass sich daran etwas ändert!

@ Tibimaxe.de

Dienstag, 16. März 2010

Do Khyi Fundamental knowledge PRA

Do Khyi Grundsätzliches Wissen zur PRA

Vor einiger Zeit haben wir eine "Art Aufklärung" zur PRA beim Do-Khyi, - einer erblichen Augenerkrankung welche zur Erblindung führt, in Form einer Liste von sogenannten "an PRA erkrankten Hunden" und von angeblichen " PRA - Trägern" im Internet entdeckt.
Nun ist es für einen Laien und einfachen Do-Khyi - Liebhaber wenig informativ zwar etwas von PRA erkrankten und PRA-"womöglichen" Trägern zu lesen aber der Rest der Information, - wie die Erkrankung in die Rasse Do-Khyi kam, wie sie weiter verbreitet wurde und welche Zäsur das in der Do-Khyi - Zucht gerade in Deutschland bedeutete, bleibt im Verborgenen...

Leider ist es die Art solcher öffentlichen Darstellungen im Internet, dass nur von der PRA betroffene Tiere für die Öffentlichkeit benannt werden welche die Zwingernamen von "anderen Zuchtstätten" tragen....
Die Namen der als daran erkrankten "Betroffenen" und definitiv auch die daraus als Träger erkannten Do-Khyi welche aus einem deutschen Zuchtbetrieb stammten und auch die direkten, offiziell erkannten Trägerschaften dazu, sind in kundigen Züchterkreisen sicher nicht vergessen.

Niemand wird auf solche Weise aufgeklärt; darüber, dass es anfänglich Bestrebungen gab die Erkrankung PRA bei den Forschern Molekularbiologisch mittels DNA betroffener Do-Khyi abklären zu lassen. Eine erste Studie dazu wurde in der Schweiz in die Wege geleitet...,
...worauf in Deutschland ebenso in ein Forschungsprojekt an der Ruhr-Uni-Bochum Blutproben gegeben wurden.
Damit waren die Erforschungsbemühungen bereits von Beginn an "gesplittet" und in der Konsequenz, - angesichts der Seltenheit der Rasse, - in Frage gestellt. 
Beide Studien verliefen dann auch für den Do-Khyi, mangels Akzeptanz bei den Züchtern, im Sande!

Es ist vor dem Hintergrund der Zahl der an PRA erkrankten Do-Khyi damals, alleine in Deutschland, schon auffallend, dass in der wissenschaftlichen Studie an der Ruhruniversität Bochum dann nur "ganze zwei Blutproben von zwei erkrankten Tibet Mastiff (Do-Khyi)" landeten.
Schon alleine der eine betroffene Zuchtbetrieb in Deutschland hätte erheblich mehr an Blutproben- und womöglich Gewebematerial zur Abklärung dort einsenden können...
Noch dazu, nachdem dieser die zweite Möglichkeit der Probeneinsendung in Deutschland vermittelt hatte...
Doch immerhin haben diese zwei Blutproben Eingang in die wissenschaftliche Arbeit gefunden. Auf einen erfolgreichen Gentest um tatsächliche PRA-Träger-Do-Khyi vorbeugend erkennen zu können wartet man leider bis heute, - mangels Material für die Forschung vergebens...

Es bleibt also weiterhin die Augenuntersuchung bei den spezialisierten Ärzten des DOK-Kreises und bei Erkennung einer aktuellen Erkrankung der zutreffende Zuchtausschluss beider Eltern des Hundes, sowie ihrer eventuellen Nachkommen und seiner Geschwister, nachdem mit Trägerschaft für PRA zu rechnen ist.

Die Erkrankung PRA = gPRA (generalisierte Progressive Retinaatrophie) ist hier in diesem Beitrag, für Do-Khyi - Halter und - Liebhaber verständlich und umfassend beschrieben.
Sie ist wie aus dem Ergebnis der Ruhruniversität Bochum ersichtlich für den Do-Khyi (Tibet Mastiff auch TM gekennzeichnet, unter anderem Seite 8, 19, 56)) kein dominanter Erbgang, sie liegt aber auch nicht auf den Gensequenzen anderer auch von gPRA betroffenen Hunderassen, für welche heute schon ein Gentest zur Frühesterkennung von Trägertieren existiert.

Es benötigt also immer für diesen verborgenen Erbgang (rezessiv) zwei Trägertiere, damit die Erkrankung zum Ausbruch kommen kann...(!)
Auch ein an PRA erkrankter Do-Khyi kann nur sein halbes Erbgut an seine Nachkommen weiter geben. Seine Nachkommen sind also alle (!) für diese Erkrankung Erbgut tragend.
Da nimmt es Wunder, dass auf den besagten Listen für eine Öffentlichkeit zwar eine Hündin als erkranktes Tier geführt wird, ihr Zuchtpartner jedoch, in dieser Verbindung, - aus welcher weiter erkrankte Do-Khyi in Deutschland in der Vergangenheit aufgetreten sind, keine Entsprechung als PRA - Träger im "Info-Angebot" des Internet findet.

Nein, wir werden hier nun nicht die Listen der an PRA erkrankten und deren Eltern als Träger komplettieren!
Ein Laie und normaler Do-Khyi - Halter wird damit nichts anfangen können und - aufgrund der Jahre die vergangen sind - auch kein Züchter. Eventuelle Träger aus solchen Vorfahren können also bis in die heutige Zeit noch vorkommen und sind bis heute generell nur anhand von an PRA erkrankten Do-Khyi zu erkennen!

Hier geht es um das Wissen wie diese Erkrankung ihren Weg in die Rasse Do-Khyi nahm:
Wie aus der Arbeit der Ruhruniversität Bochum in den Tabellen zu sehen ist der Do-Khyi, -  im Bezug auf den Ausbruch der Erkrankung, als "mittel" anzusehen. Das heißt erst mit dem vierten Lebensjahr wurde bei beiden teilnehmenden Hunden die PRA - Erkrankung deutlich erkannt.
Frühestens mit ab dem Alter von 1. bis 2, Jahren können die Veränderungen an den Sehzellen auf der Retina des Auges beim Do-Khyi mittels einer ophthalmologischen Augenuntersuchung erkannt werden. Ab diesem Zeitpunkt kann dem Halter frühestens eine beginnende und rasch fortschreitende Nachtblindheit auffallen...

Die Erkrankung kann nicht behandelt werden und begleitend kann im weiteren, fortgeschrittenen Verlauf ein Katerakt hinzu kommen, - als Begleiterkrankung.

Für den Tierarzt zeigen Tiere mit fortgeschrittener PRA recht typische Symptome. Die Pupillen sind weit und reagieren kaum oder gar nicht auf das einfallende Untersucherlicht. Es besteht ein deutlich verstärktes „Leuchten“ des Augenhintergrundes (Hyperreflexie)
Vor diesem Hintergrund aus dem zitierten Text des obigen Verweises könnte man dieses Foto auch betrachten... Aber um Aussagen zu treffen ist generell eine fachlich fundierte Augenuntersuchung bei einem DOK-Augenspezialisten erforderlich!

Jeder DOK - Augenspezialist weiß darum, wie die Erkrankung PRA in die Rasse Do-Khyi gekommen ist und so wird bei dieser Augenuntersuchung nicht selten die Empfehlung ausgesprochen, -  bei einem Do-Khyi mit "Vorfahren-Hintergrund" aus der Chattang - Blutlinie, mehrmals (!) im Leben eines Do-Khyi eine Augenuntersuchung durchführen zu lassen...

Der Rüde Aktar van Chattang, geb. 1986, war an PRA erkrankt. Er wurde im Alter von 2 Jahren in einen Zuchtbetrieb nach Deutschland eingeführt und hatte im Alter von drei Jahren aus einer Tochter seines Onkels Asmin van Chattang , welcher ein Jahr vor ihm in denselben Zuchtbetrieb eingeführt wurde das erste Mal Nachkommen in Ungarn, also 1989.
Ebenso in den darauf folgenden Jahren im Alter von vier und fünf Jahren in Deutschland. In Ungarn  ging die Zucht weiter mit weiter mit zwei Söhnen seines Onkels. Hier mit einer Hündin welche aus seinem Großvater Asta Chumum van Chattang stammte, also mit einer Halbschwester von ihm. In der Folge wurden aus dem betroffenen ungarischen Zuchtbetrieb sehr viele, verschiedene Nachkommen aus diesen vier Wurfwiederholungen nach Deutschland in jenen Zuchtbetrieb eingeführt.
Ein paar wenige davon wurden zu Stammhunden anderer deutscher Züchter, welche damit eine Zucht aufbauen wollten... Betroffen waren der A bis D - Wurf des ungarischen Zuchtbetriebes.

Ein Einblick in die Ahnentafel von Aras So Tiang aus dem Stern-Artikel über einen Hundehandel, unter anderem auch mit der Tibet Dogge, - zeigt sehr schön ein Zuchtbild mit den damaligen, dann bekannten PRA - Trägern dieser erblichen Augenerkrankung:

Aus Asmin van Chattang und Bhotoo Bellana van Chattang, einer Mutter-/Sohn - Verbindung stammte in der Schweiz bei einem Züchter ein Wurf aus 1987. Bei den Tieren welche in der Schweiz blieben ist drei Jahre nach der Geburt der Hunde, also Ende 1990/Anfang 1991 bei einer Augenuntersuchung aufgefallen, dass sich eine PRA entwickelt.
Der Zeitpunkt der offiziellen Meldung nach Deutschland ist bis heute in Deutschland noch strittig.
Ende 1991 waren in Deutschland aus diesen gewählten Zuchtverbindungen in jenem Zuchtbetrieb der A-Wurf bis zum L-Wurf betroffen und in seinen Nachkommen für das Zuchtgeschehen als PRA - Träger anzusehen.

Weitere Geschwister und nah Verwandte der Chattang-Do-Khyi standen in Frankreich in der Zucht. Von dort wird zwar in dem Buch "Hirtenhunde" von Roswita Hirsch-Reiter im Text die PRA als  "Gesundheitsproblem beim Do-Khyi in Frankreich" erwähnt, die einzelnen an PRA erkrankten Do-Khyi und PRA - Träger der französischen Do-Khyi - Zucht sind jedoch nicht offiziell bekannt geworden.

Für die deutsche Zucht war das offizielle "Bekannt" werden eine Zäsur. Ein paar Züchter hatten bereits mit Nachkommen aus Ungarn gezüchtet, andere mit Nachkommen aus Deutschland als deren PRA - Trägerschaft bekannt wurde. Die Folge war das Einstellen der Zucht mit diesen Hunden und die Beschaffung von Do-Khyi - Zuchthunden aus anderen Blutlinien.
Dennoch, - die ungarischen Nachkommen waren aus dem europäischen Zuchtgeschehen nicht mehr heraus zu bekommen. Ebensowenig die französischen Nachkommen und auch in Deutschland wurde mit ein paar Nachkommen noch weiter gezüchtet. In der Schweiz führte ein Züchter die Blutlinie weiter.

Inzwischen haben wir 2010. Viele Generationen von Do-Khyi haben das Licht der Welt erblickt und die einzelnen Blutlinien haben sich angesichts der geringen Grundbasis an Zuchthunden verdichtet. Es ist heute fast nicht mehr möglich einen in Europa oder klassisch in den USA gezüchteten Do-Khyi ohne Chattang - Blutlinie im Hintergrund der Ahnen zu erwerben...

Es hilft also eine Liste von vermuteten Trägern aus vergangenen Zeiten - nichts. Vor allem dann nicht, wenn Lesern jene Do-Khyi welche an der damaligen Zucht, - der deutlichen offiziellen Erkennung von erkrankten Do-Khyi und PRA-Erbträgern, - welche die PRA - Erkrankung an diese, von der "PRA-Betroffenen" Do-Khyi vererbt haben, namentlich, - aufgrund ihres Zwingernamens in einer öffentlich präsentierten Liste für Internet - Leser nicht genannt, also vorenthalten werden!

Auf Züchter kann eine derartige Aufzählung nicht abzielen. Züchter wissen normalerweise wie und wo  - und wodurch die PRA in die Rasse kam und wie das Krisenmanagement damals 1990 und 1991 stattgefunden oder nicht stattgefunden hat...

Es mutet ja auch befremdlich an, dass erst nach der offiziellen Weitergabe der PRA - Erkrankungsfälle aus der Schweiz, die Erkrankung PRA beim Do-Khyi in ein offizielles Licht gerückt wurde.

Die aktive Zucht mit dem später direkt an PRA erkrankten Aktar van Chattang bis in dessen vollendetes 5. Lebensjahr mit ebenfalls als Träger erkannten Tieren in Ungarn aber auch in Deutschland darf sicher zum Nachdenken anregen...

Was bleibt ist der Rat an alle die ihren Do-Khyi lieben, diesen auch einmal einer DOK - Augenuntersuchung zuzuführen und an die Verantwortlichen die Bitte:
Erkrankungsfälle zu melden, diese der Wissenschaft zuzuführen um einen Gentest zu entwickeln. So, dass in Zukunft PRA-Träger nicht ausschließlich durch den Blick in eine Glaskugel, - oder durch wieder an PRA erkrankte Do-Khyi herausgefunden werden müssen!

In Falle eines von der Erkrankung betroffenen Do-Khyi bleibt heute nur; - beide Eltern, die Geschwister und den Betroffenen, sowie alle seine Nachkommen für die Zucht zu sperren.
Das ist eine große genetische Einschränkung einer kleinen, seltenen, eng miteinander verwandten Rasse welches die Zucht, - hin zu genetischer Varianz, von damals bis heute erheblich erschwert...

@ Tibimaxe.de

Der wirkliche Do-Khyi - Freund und - Liebhaber hilft mit, den Do-Khyi zuliebe, ihnen diese Erkrankung zu ersparen!

Lest weiter auch:

Damit ist die Reihe noch nicht abgeschlossen. Wir arbeiten daran Euch noch tiefer hinter die Kulissen blicken zu lassen! 
Teil 4 Do Khyi PRA Ein Blick 

Zum Abschluss werden wir einen Blick in das Leben mit einem blind gewordenen Hundes werfen!
 

 

Donnerstag, 11. März 2010

Do Khyi Los gehts How to1

Do Khyi - Welpen: Die ersten Wochen beim Halter

Zum Beginn: Wie bei allen individuellen Wesen gibt es auch beim Do-Khyi - Welpen große, individuelle Unterschiede. Der Eine ist eher sanft, andere eher Draufgänger, mancher gerne "Mittendrin" und andere lieber "nur Dabei" und dazwischen gibt es alle Abstufungen.
Alle aber sind eine asiatische Hunderasse, welche von "ihrem" Menschen das richtige Hundeverhalten und die richtige Sprache erwartet...

Die ersten Wochen schon beim Züchter sind, wie man sagt, fast die ganze Miete. Die ersten Wochen beim Halter, - hier entscheidet sich, wie erfolgreich ein Do-Khyi - Halterteam später ist.
Aber nicht nur:
  Das Lernen Beider, Do-Khyi und Mensch geht zeitlebens weiter.

Es soll schon vorgekommen sein, dass frisch gebackene Halter vor dem eigenem Do-Khyi - Welpen so etwas wie "Angst" bekommen haben.  
Im Umkehrschluss fehlt aber die Möglichkeit diesen Do-Khyi - Welpen über seine Erfahrungen mit seinen neuen Haltern zu befragen...
Nicht selten werden, - wie auch leider erlaubt, Do-Khyi - Welpen an ihre neuen Halter schon mit der 8. Lebenswoche abgegeben. Gerade eben noch bei den Geschwistern und einer Mutter, welche die speziellen Erziehungsmomente ihrer Sprösslinge genauestens kennt, - findet sich der "Mini - Do-Khyi"  -der geistig und körperlich schnell wachsen will, in einem völlig neuen Umfeld wieder.

Bei neuen Menschen, in einem "neuen Rudel". Lernfähig wie er nun einmal ist, möchte so ein kleiner Herdenschutzhund natürlich möglichst schnell und gleich sofort die Regeln, Bedingungen und das "How to" in seiner neuen Wirkungsstätte kennen lernen...

Das bedeutet nun nicht, dass wir den Kleinen mit Lernprogrammen überfluten müssten(!) Aber...
Wer denkt denn schon bei einem so zarten Felltierchen daran, dass dieses bereits ab der ersten Minute ein eigenes Lernprogramm mitbringt, welches sich an exakten Beobachtungen orientiert? Jede Reaktion auf eine, -  eventuell bewusst von diesem kleinen Hund gestartete Aktion, wird beobachtet und... gewertet!

Nicht selten haben Do-Khyi - Welpen, -  in der frühest möglichen Zeit übernommen, eine genaue Differenzierung zwischen Mensch und Artgenossen, so zum Beispiel eigenen Geschwistern noch nicht gelernt...
Ein großes Risiko für Missverständnisse!

Um diese Missverständnisse zu vermeiden ist es empfehlenswert einen Do-Khyi - Welpen (und nicht nur diese) noch bis zur (!) mindestens 10. Woche, besser 12. Lebenswoche bei deren erziehenden Mutterhündin, samt Geschwistern und einem erfahrenen Züchter in einem guten Umfeld zu lassen...
Nachtrag: 11.03.2010 21,39h
Frühentwickler sollten nicht vor der neunten Woche in ihr neues Heim umziehen.
Große Rassen wie der Neufundländer (Anm.: eben auch der Do-Khyi) brauchen ihre Hundemutter länger..
Dogs-Magazin 2/2010 S. 47

Ist es aber "doch passiert", dann hilft nicht nur das Buchen einer "hoffentlich" sehr gut und erfahren organisierten Welpenspielstunde!

Nicht selten kann es passieren, - das zeigen etliche Hilfeanfragen, dass ein Do-Khyi - Welpe seinen Menschen überreden kann nach Do-Khyi - und Hundewelpenart zu spielen:
"Raufspielchen" wollen wir das einmal nennen...
Die Mutter Natur hat einem Do-Khyi (und anderen) Hundewelpen nadelspitze Milchzähne mitgegeben... Schließlich muss sich auch ein Hundewelpe in der freien Natur vielleicht einmal "verteidigen = abschrecken" können...
Im dichten Pelz mit dicker Haut eines Hundes oder Geschwisterchen beim Spiel kein Problem. Und selbst hier kann ein Welpe im Spiel auch einmal zu heftig werden. Das quittiert ein Hund mit einem Schmerzenslaut und dem sofortigen Abbrechen jeder Spielfreude....
Auf diese Weise lernen auch Do-Khyi - Welpen, - ihresgleichen gegenüber, eine wohl dosierte Beißhemmung im Spiel zu haben...

Für uns Menschen aber reicht das nicht aus. Der Kleine muss lernen, dass Menschen einfach ungleich empfindlichere Haut haben.
Nun, nach der Ankunft, der ersten Nacht und dem ersten Erkunden des neuen Umfeldes wird der Welpe beginnen seinen neuen Menschen gegenüber Spielaufforderungen zu machen... Natürlich lässt sich Mensch darauf ein...
Klar, will der Kleine, der einmal groß werden will auch wie bei seinen Geschwisterchen im Spiel auftrumpfen. Do-Khyi spielen sich auf eine reizende Weise nach oben: 
...Höher, ...weiter, ...schneller, ...wendiger,... kräftiger,... intelligenter..., mein Ball..., mein Spielzeug..., mein Haus..., meine Hundespielwiese...

Das wird im Spiel ausgebaut, ausgetestet und ergibt später einmal in einer Hundegruppe die Rangordnung.
Selbstredend kann es für einen Hund keine, auch noch so neue Hund- /Menschgruppe, ohne eine solche Ordnung geben!

Zack: "Schon wieder einen Fangzahn im Daumen und der Kleine wird jeden Tag größer... Die Kinder greinen und schon wieder muss man sie vor dem Welpen "retten"...".

Nun beginnt leider in nicht wenigen Fällen das menschliche Spiel: 
"Dominiere deinen Hund - er muss das jetzt Sofort lernen. Weil Mensch sich durchsetzen muss...".

Da kann man dann hören: 
"Der Welpe ist zu dominant,,,", und es soll sogar vorkommen, dass Menschen ihren mit Freude ausgesuchten Welpen wieder zum Züchter zurück tragen, tauschen wenn möglich, oder sich dann für einen völlig anderen Hund, anderer Rasse entscheiden.
Manche suchen in diesem Stadium schon den ersten Hunde-Verhaltenstrainer auf!
Glück, - wenn diese dann auf einen mit Herdenschutzhunden erfahrenen Verhaltenstrainer treffen und keinen, welcher nur auf Erziehungsdrill setzen möchte.
Diese aber sind leider selten und nicht flächendeckend erreichbar verteilt...

Das Wörtchen "Aus", oder "Nero Aus", oder "Nero Nein" oder "Nero Pfui" wird nun bei solchen Spielen geübt. Nachdem auch ein Do-Khyi - Welpe diese Namen noch nicht kennt,  - er ist ja noch im Sozialisierungs- Kindergartenalter -, kommt, - weil man sich ja erfolgreich als Mensch durchsetzen muss, der Griff über den Fang, der Griff in das Nackenfell, das Herunterdrücken des ganzen Hundewelpen auf den Boden....

Und nun passiert das Unfassbare: Das was manchen Halter bewegt zum Ausspruch ..."der hat eine Macke", ... "der ist zu dominant", ..."der muss lernen wer der Chef ist"
Der Do-Khyi - Welpe wird immer wilder!!!
Er beginnt zu kämpfen. Er knurrt und fletscht die Milchzähnchen. Er wehrt sich!!! Er ergibt sich nicht... Er hat Angst und zeigt das nicht durch Unterwerfung, weil er noch ein ursprünglicher Herdenschutzhund ist!
Natürlich gibt es da dann immer einen Bekannten oder Verwandten der etwas vom Urahn aller Kampfhunde gehört hat, oder gelesen, oder ge-googelt...

Der schlimmste Fehler, den man nun noch machen kann, ist den Welpen nun im Nacken zu schütteln oder in der Einforderung der völligen Unterwerfung auf den Rücken zu werfen und dort mittels Zwang zu fixieren!
Denn jetzt kämpft ein Do-Khyi - Welpe gegen "seinen neuen Menschen" um sein Leben!!

Dabei ist es so einfach einem zu jung übernommenen Do-Khyi - Welpen im Spiel die funktionierende Beißhemmung für die empfindliche, menschliche Haut beizubringen:
 - Es reicht ein Schmerzenslaut und schon hört er auf! In Zukunft wird er vorsichtiger mit uns oder unseren Kindern umgehen... Er wird Zeit seines Lebens auf solche Laute hin sich zurücknehmen und versuchen das zu vermeiden.

Die andere, oben geschilderte Art, führt dazu, dass ein Do-Khyi - Welpe im Spiel immer wilder wird! Da hilft auch kein Einsperren des Kleinen in einen Kennel, wie dieser Tipp sogar von Züchtern kommen kann...(!)

Im Gegenteil; mit solchen menschlichen Fehlleistungen als hundlicher Lebenspartner werden wir alles Vertrauen, dieses Do-Khyi in den Menschen, und auch in den eigenen Halter zerstören... Aber nicht nur: Der Kleine, welcher ein Do-Khyi werden will, - beginnt nun unsere Fähigkeiten als Hund auszutesten.
Er versucht Spielaufforderungen zu setzen. Er will ja genau wissen was Sitte in seiner neuen Gruppe ist... Bisher kennt er aus dieser oben geschilderten Erfahrung nur grobes, wildes Spiel und derjenige siegt, welcher immer grober wird...

Ab diesem Moment wird Mensch verstärkt beobachtet: Das dient dem Überleben eines Hundes bei so viel Unberechenbarkeit im Verhalten des Menschen. - Das ist das Fazit aus Hundesicht!

Das Fazit aus Menschensicht: Keine Raufspielchen oder grobe Beute- Zerrspielchen mit Do-Khyi - Welpen, derartige Spielaufforderungen ignorieren.
Das Spielverhalten nutzen und umlenken - auf einen Tauknochen zum Beispiel, auf Geschicklichkeitsspiele, welche die Motorik und die Sinnesleistungen trainieren. Suchspiele... die ersten Grundschritte für das Sitz und Platz nebenher lernen, Balancierübungen... Unserer Phantasie ist da keine Grenze gesetzt. Beutetriebförderung zum Beispiel mit einem Ball ist zeitweise möglich... gelenkt auf Spielzeug, welches immer wieder "verschwindet", weil wir es anschließend wieder behalten... Do-Khyi - Welpen wollen etwas lernen!
Ihr werdet sehen, wie schnell ein Do-Khyi solche Spielchen lernt und seinem Menschen überlegen scheint. Freut euch darüber es ist für ihn Anerkennung! Und für Euch Herausforderung ein Mehr an Zusammenarbeit zu bieten...

Es gibt für Euch unendlich viele Möglichkeiten. "Raufspielchen" mit "Halskrausenbeissen" ist etwas für hundliche Freunde, welche wir sorgfältig nach ihrer Eignung auswählen sollten...


Ein kleiner Rabauke wird ein Do-Khyi - Welpe im Spiel mit Hunden von selbst, wir sollten unsere Funktion auf das gelegentliche Einschränken bei deutlichen Übertreibungen beschränken. Ruhig, besonnen und konsequent.

@tibimaxe.de

Mittwoch, 10. März 2010

Do Khyi Zuchtverein Basiswissen

Do Khyi Zuchtverein -  Drum prüfe wer sich bindet

Es kommt gar nicht so selten vor, dass aktive Freunde von Hunderassen bereit sind sich an einen Rassezuchtverein zu binden. Nicht selten sogar beteiligt sind, in Idealismus, einen neuen Rassezuchtverein zu gründen. Die vielen unterschiedlichen Zuchtvereine, welche nicht selten ein und dieselbe Rasse betreuen - sprechen davon eine deutliche Sprache...

Also kann ein Do-Khyi - Liebhaber inzwischen alleine in Deutschland drei verschiedene Do-Khyi Zuchtvereine finden. Etwas seltsam mutet es an, dass nur einer der Drei über die Google-Suche direkt und erkennbar für die Rasse deutlich zu finden ist.
Nachdem auch wir blauäugig genug waren haben wir uns auch mit dem Vereinsrecht genau auseinander gesetzt und uns informiert. Aus dem Grund unserer gesammelten Erfahrungen wissen wir wie wichtig es ist,  - gerade für Do-Khyi - Liebhaber, gute Kenntnisse im Vereinsrecht zu haben. 
Das Grundwissen zum Verein sollte eine Grundlage für alle Do-Khyi - Halter sein, bevor man mit seinem Hund einem Do-Khyi - Zuchtverein als Mitglied beitritt. 
Aber auch eine Möglichkeit sich nachträglich, - auch wenn man schon ein Vereinsmitglied ist, zu informieren.

Aus diesem Grund haben wir uns bemüht die wichtigsten Grundsätze im Wissen um das Vereinsrecht, um den gemeinnützigen Verein, seinen Zweck und die feste Bindung an den gemeinnützigen Inhalt nach der eingetragenen Vereinssatzung, sowie die Verantwortung der korrekten Verwendung erzielter Mittel leicht verständlich zusammen zu stellen. 

Ein Verein, eben auch ein Hundezuchtverein, ist leicht gegründet. Wie sich ein Verein dann seinem Zweck stellt, wie er im Außenverhältnis wahrgenommen wird und für welchen Zweck die Aktivitäten letztlich eingesetzt werden, das unterliegt einer Kontrolle. In erster Linie durch die Vereinsmitglieder, in zweiter Linie durch das Finanzamt wenn der Verein als gemeinnützig eingetragen wurde....
Die Satzung, die Ordnungen welche die Satzung ergänzen und begleitend erweitern, müssen allen Vereinsmitgliedern offen und aktuell jederzeit zur Verfügung gestellt werden...

Ein Rassezuchtverein oder auch Do-Khyi - Zuchtverein der als eingetragener Verein (e.V.) auftritt darf keine wirtschaftliche Förderung einer wirtschaftlichen Interessengruppe, - hier von Hundezüchtern, betreiben...
Diese Informationen sind nicht nur für Do-Khyi - Halter interessant. Sie bieten Wissen zum Zuchtverein für alle Hundehalter - gleich welche Hunderasse.

@Tibimaxe.de

Hier geht es zu den Texten:

Conversation Zuchtverein 1

Do-Khyi Basic knowledge Zuchtverein 1

Do-Khyi Basic knowledge Zuchtverein 2

Do-Khyi Basic knowledge Zuchtverein 3

Montag, 8. März 2010

Do Khyi Meldungen zum Thema

Meldungen zum Thema Do-Khyi
Bilder aus dem historischen Tibet, unter anderem auch von der Rasse Do-Khyi wie diese, noch ohne westlichen Einfluss auf den Rassetyp, - auf der Reiseroute einer Expedition vor 1940 fotografiert wurde:   http://www.bild.bundesarchiv.de/  Für die Anzeige eingeben:  Schaefer Ernst  1938  1939...

Wissen für Hundezuchtvereinsmitglieder und weshalb die Fixierung des Vereinszweckes in der Satzung für einen Zuchtverein so wichtig ist: http://dokhyimaxeblog.wordpress.com/2010/03/05/do-khyi-basic-zuchtverein2/

Buchvorstellung: Langenscheidt Deutsch-Hund, Hund-Deutsch und eine Empfehlung dazu  http://dokhyimaxeblog.wordpress.com/2010/03/06/do-khyi-humorerziehung/

Film- und Fotodokumente von Dog-Shows: http://dokhyimaxe.blogspot.com/2010/03/do-khyi-show-standard.html
eine Besprechung auf einem Do Khyi Blog  http://dokhyi1.wordpress.com

Sonntag, 7. März 2010

Do Khyi Show-Standard

Do Khyi: Ist der Standard Show?

Do-Khyi the show goes on. Wir haben Euch einen kleinen Einblick in die Welt des Showzirkus gegeben. Natürlich, wird man sagen, "so etwas kann es bei uns in Deutschland gar nicht geben". Allzugern weist man auf andere. Andere Bedingungen, andere Länder...

Im Bezug zu dem Filmbericht der BBC "pedigree dogs exposed" fühlen wir uns sicher. Die Bedingungen in England sind doch sicher ganz andere. Und nun wieder: Westminster auf der grünen Insel...

Nur: Auch mitten unter uns auf den CACIB - Ausstellungen sind derartige Showerlebnisse keine Unmöglichkeit.
Die Kamera- und Handyaufnahmen von Ausstellungsbesuchern können Einblicke, Dokumentationen schaffen:
 

So fotografiert auf der Tibet Dog Europe, einer Spezial-Schönheitsschau auch für den Do-Khyi, in Deutschland 2007. Der Showzirkus, - ein großer Heiratsmarkt für unsere Hunderassen.
Einfarbig schwarzer Do-Khyi hat bei großer Konkurrenz seine Klasse gewonnen. Nur was steht im gültigen Standard über die Augenfarbe der Rasse geschrieben?
Sicher spielen viele, verschiedene Punkte und auch persönliche Vorlieben eines Showrichters bei den Beurteilungen der Rassehunde, -  und nicht zuletzt bei den Bewertungen der ersten Plätze, bei der Vergabe von Championatsanwartschaften eine Rolle. Das ist sicher auch etwas was Vielfalt erhalten könnte...

Nur nach Lesart sind die Ausführungen im Standard maßgeblich für eine Beurteilung der jeweiligen Rasse. Im gültigen FCI Standard und in dessen VDH/Übersetzung steht hinsichtlich der Augenfarbe und auch hinsichtlich schwerer Fehler (diese Augenfarbe wird als schwerer Fehler gewertet), welche nicht selten "gesundheitliche Übertreibungen" oder "Erkrankungsdispositionen" ausschließen sollen, etwas anderes geschrieben... 

Ist der Standard nur eine Show? Kann sich ein Aussteller auf den Standard verlassen? Oder spielen bei der Beurteilung vielleicht doch andere Dinge, - neben dem gültigen Standard, auch eine Rolle?
Der Gedanke ist naheliegend zukünftig moderne Technik wie Fotografie und Videoaufzeichnung für eine Qualitätssicherung zu nutzen. Entscheidungen für alle kontrollierbar und nachvollziehbar zu machen...

Glaubt Ihr noch daran, dass beste Showergebnisse von Zuchttieren wirklich eine sichere Kontrolle , sagen wir einmal für einen "gesunden Rassetyp" für Liebhaber von Rassen sind...(?)

@Tibimaxe

Freitag, 5. März 2010

Do Khyi Hundefleisch - noch

In China isst man auch Hunde - wie lange noch

Auch und gerade für Do-Khyi - Liebhaber interessant. In China, welches inzwischen für die Geschicke, die Zucht des Do-Khyi eine immer wichtigere Rolle spielt isst man Hunde...

Die Grausamkeiten beim Transport und Schlachten, beim Keulen von Straßenhunden sind durch die Peta - Organisation immer wieder ins Gedächtnis gerufen worden! 
Aber vielleicht sind chinesische Hunderestaurants und Katzenschlachtereien schon bald Geschichte? Auf der jährlichen Tagung des Volkskongresses, des chinesischen Einparteiensystems, welches ab Ende dieser Woche tagt, soll ein Gesetzentwurf diskutiert werden, der den Verzehr und die Schlachtung von Katzen und Hunden verbieten soll.
Laut Entwurf soll das Essen und Schlachten von Hunden und Katzen künftig mit 500 Euro oder 14 Tagen Gefängnis bestraft werden. Restaurants welche weiterhin derartige Gerichte anbieten sollen gar mit bis zu 50 000 Euro Strafe belangt werden können...

Wer ein wenig in einschlägigen Hundeportalen surft ist sicher schon auf die hoffnungsfrohe Nachricht gestoßen.
Während bei uns im Westen die Sitte Hunde und Katzen zu essen, immer schon auf Ablehnung gestoßen ist, wächst diese mittlerweile auch in China bei der neuen chinesischen Mittelschicht. Es wird immer mehr Trend sich Hunde und Katzen als Haustiere zu halten.

Traditionell sind vor allem in Nordchina Hunde ein beliebtes Wintergericht. Ihnen wird gesundheitliche Wirkung nachgesagt, sie sollen das "Blut wärmen". Im Süden sind Katzengerichte verbreitet. In der südchinesischen Stadt Guangzhou soll die Nachfrage nach Katzen so groß sein, dass diese aus anderen Provinzen Chinas eingeführt werden müssen.

Dem entsprechend soll laut einer Meldung "Die Zeit" der Widerstand gegen das neue Gesetz groß sein. Der stellvertretende Direktor der gesetzgebenden Kommision des ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses hat bereits öffentlich geäußert, dass er "keinen Grund sieht, die bestehenden Gesetze zu ändern".

Also wenig Hoffnung für Chinas Hunde...
Hoffnung für Koreas und Thaiwans Hunde ist ebenso nicht in Sicht. Es ändert sich wenig auch wenn man zusammen mit weltweit arbeitenden Hundezuchtorganisationen Hunde züchtet...

@tibimaxe.de

Quelle:  "Die Zeit" Ausgabe Nr.10, 4. März 2010

Donnerstag, 4. März 2010

Do Khyi Maerchenstunde

Tibetische Märchen und Legenden und der tibetische Hund darin

Wir haben versucht möglichst alle schriftlichen Aufzeichnungen tibetischer Märchen, Legenden und Volkserzählungen zu sammeln. Darin haben wir auch etwas zum tibetischen Hund gefunden. Auch der Do-Khyi direkt findet in einem langen Märchen eine kurze, direkte Erwähnung...

Insgesamt aber findet man für die schön zu lesenden und überall verbreiteten "kleinen Geschichtlein", - welche man sonst im Internet auf manchen Verkaufsseiten abgebildet finden kann, - in den tibetischen Volkserzählungen keine schriftliche Entsprechung.
Wie alle Volkserzählungen, auch die bei uns im Europäischen, sind in den den erzählten Märchen, Legenden und Erzählungen des tibetischen Volkes Parabeln - also Verhaltensweisen, das Gut und Böse, das Lehren des besseren Verhaltens, Lebenserfahrung zu finden:
Ein guter Wachhund sollte gelbe Augenbrauen haben.
Ein Mädchen, das heiraten möchte, sollte Türkise und Korallen tragen.

Solche Volksweisheiten kennt man also in Tibet und derartiges kennt man auch bei uns:

Einem geschenktem Gaul, schaut man nicht ins Maul

Schriftlich festgehaltene Märchen und Legenden, welche tatsächlich aus der tibetischen Bevölkerung stammen und nicht Erfindungen der Neuzeit zum Verkauf von tibetischen Hunden sind, lassen Einblick nehmen in die reichhaltige Märchenwelt Tibets seit gut 2000 Jahren und zeigen die Entwicklungsströme. Einerseits von der autochthonen Naturreligion (daher der geliehene Begriff) mit ihren Schamanentum und Geisterglauben, andererseits aus dem aus Indien gekommenen tantrischen Buddhismus.
Beide Richtungen gingen in Tibet eine sehr interessante Synthese ein, welche zur Entstehung unzähliger Tiermärchen beitrug, zumal der Erleuchtete vor seiner Inkarnation als Buddha nach eigenener Aussage mehrfach in Tiergestalt auf Erden verkörpert war.
Wir sollten also darauf acht haben wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen!
 - das wollen tibetische Märchen den Menschen lehren.

Kommen Tiere in tibetischen Märchen vor ist es sehr schön möglich Einblick zu nehmen in deren Eigenschafen, deren Verhaltensweisen, deren Fähigkeiten welche ihnen von der tibetischen Bevölkerung nachgesagt werden und worauf in Tibet geachtet wurde...

Die Kuh mit den Hörnern aus Perlmutt
In der Nähe eines kleinen Flusses lebte einmal eine Familie, die nur eine Kuh besaß, aber diese war eine ganz besondere Kuh, denn sie hatte Hörner aus reinem Perlmutt.
Eines Tages war die Kuh zum größten Erstaunen der Familie verschwunden. Man suchte überall, aber man fand sie nicht. In dieser Familie gab es drei Töchter, die noch nicht ganz erwachsen, aber doch schon recht selbständig waren. Jedes der drei Mädchen ging nun für sich allein auf die Suche nach der Kuh, denn jedes wollte den Eltern mit der freudigen Nachricht dann überraschen, wenn es die Kuh finden und zurück bringen könnte.
Die älteste Tochter machte sich gleich auf den Weg zu dem nahe gelegenen Fluss, traf dort eine alte Frau und fragte diese, ob sie eine allein umherirrende Kuh gesehen hätte.
"Und wie sieht die Kuh denn aus?" fragte die Alte.

Da beschrieb das Mädchen ganz genau die seltene Kuh mit den schimmernden Hörnern aus Perlmutt. Die Alte sagte, dass sie eine solche Kuh nicht gesehen hätte, aber es sei ja möglich, dass sie über den Fluß geschwommen sei und vielleicht in den jenseitigen Uferauen weide.
"Komm mit mir!" sagte die Alte, "mein Haus liegt da drüben über dem Fluss, vielleicht finden wir dort die Kuh."
Die älteste Tochter ging mit der Alten, und als sie beide deren Haus erreichten, lud diese sie auch noch zum Essen ein. Die Alte setzte dem Mädchen gut gewürztes Fleisch in einer schönen silbernen Schüssel vor.
Das Mädchen langte kräftig zu, wusste aber nicht, dass die Alte ihr Menschenfleisch vorgesetzt hatte. Bald danach kam auch die zweite Tochter an das Flussufer....

Nun wir wissen schon aus unseren eigenen Märchen wie die Geschichte weiter geht, also kommt dann die zweite und zum Schluss die dritte, jüngste Tocher:

Das Mädchen sah sich gewissenhaft um und bemerkte, dass die Wohnung sehr schäbig war und viele Dinge fehlten, die man sonst in einem Hause anzutreffen pflegt. Da stand nicht einmal der große Teekessel auf dem Herd...  und es war nicht der allerkleinste Hausaltar in der Ecke zu sehen...

...Die jüngste Tocher begann zu essen, bemerkte aber gleich, dass das Fleisch einen ganz eigenartigen Geschmack hatte. Als die Alte in den Garten ging, um Feuerholz zu holen, da machte sich in der Ecke ein kleiner. magerer Hund bemerkbar, der schnell zu dem Mädchen herankam und mit leiser, aber menschlicher Stimme um einen Bissen bat. "Wenn du mir den Rest von deinem Mahl überlässt, sage ich auch, wo die verschwundene Kuh geblieben ist", raunte ihr der Hund ins Ohr, als sich das Mädchen zu ihm herunter beugte.
Schnell stellte sie ihm die ganze Schüssel mit dem Fleisch auf den Boden und der Hund begann hastig zu fressen.
Als er die Silberschüssel leer gefressen hatte, verriet er dem Mädchen, dass hinter der Tür gegenüber nicht nur die gesuchte Kuh, sondern auch die beiden Schwestern eingesperrt seien.
Die jüngste Tochter wollte das erst gar nicht für möglich halten, aber der Hund fuhr fort: "Die Alte ist eine Hexe, sie ernährt sich von Menschenfleisch und will auch dich in ihrem bauchigem schwarzen Kessel zubereiten."
Das Mädchen erschrak wie es noch nie zuvor im Leben erschrocken war. Die Stimme des Hundes war so freundlich, sein Wesen so zutraulich, dass sie Vertrauen zu ihm fasste und eilends fragte: "Was kann ich bloß tun, wenn die Alte sogleich hereinkommt?"
"Du musst sie sofort töten, sonst bist du verloren und mit dir deine Schwestern und die Kuh!", sagte mit fester Stimme der Hund. Schnell ergriff die Schwester ein großes Messer, das neben dem Kessel lag, und versteckte sich hinter der Tür. Als die Hexe hereinkam, packte die jüngste Tochter sie bei den langen, strähnigen Haaren und schnitt ihr die Kehle durch. Die Hexe sank leblos zu Boden. Nun versuchte die Tochter sofort die Gefangenen zu befreien, aber die Türe war so fest verschlossen, dass sie zuletzt hilflos die Arme sinken ließ.
Da kam ihr wieder der Hund zu Hilfe, er schnupperte an einer der Schürzentaschen der Hexe herum und zog schließlich den Schlüssel zur Tür daraus hervor. Als die jüngste Tochter die Türe aufschloß, fielen ihr die beiden Schwestern, weinend vor Freude, um den Hals. Die Kuh wurde ebenfalls befreit.

Nun folgt noch das Finden von Gold und Edelsteinen und der Weg nach Hause...
Der hilfreiche Hund durfte ebenfalls mit ihnen nach Hause und wurde ihr guter Freund. Nun brauchen sie keine Sorge mehr zu haben, dass sich die Kuh mit den Hörnern aus Perlmutt wieder verlaufen könnte, denn der Hund passte jetzt auf und war bald zu einem treuen Hüter des Hauses geworden.

Was sagt das über den Hund in Tibet aus? Wie oben die Volksweisheit vom doppelten Auge eines guten Wachhundes und das Märchen andeutet sieht der Hund mehr.als wir!  Er ist in der Lage hinter "die Verstellung" zu blicken durch seine Instinkte. Darauf hat man seit jeher in Tibet geachtet. Menschen welche fähig sind darauf zu achten, solchen zeigt und deutet  der Hund Gefahren an. Wer den Hund als ein ebenbürtiges Mitgeschöpf achtet dem wird er seine Hilfe schenken. Der Hund "spricht" auf einer Ebene mit dem Menschen. Wer den Hund ernst nimmt, kann andere Menschen und böse Geister - also böse Naturgewalten, Beutegreifer, deren Absichten deuten!
Unsere Hunde sind ernst zu nehmende Wegbegleiter welche uns helfen, -wenn wir ihnen vertrauen, sicher durch das Leben zu kommen...

Aus der Sicht der tibetischen Nomaden, welche ja in diesem Märchen dargestellt werden, ist die Parabel einfach:
Was nützt dem Menschen eine besondere Kuh (oder viele Kühe) wenn er sich auf der Suche nach ihr in lebensbedrohende Situationen begibt, welche er nicht ahnen kann, wenn er darin ums Leben kommt?
Von daher ist dieses Märchen auch eine Volksweisheit wie der Hund zu den Vieh haltenden Nomaden kam. Schon alleine die letzte zitierte Passage des Textes sagt es aus. "Der Hund passte jetzt auf," und es war nicht mehr notwendig sich durch Naturgewalten, bösen Geistern (Hexen) und Menschen mit unguten Absichten in Lebensgefahr zu bringen. "Und bald war der Hund zu einem treuen Hüter des Hauses geworden".

Damit konnte der Mensch zu einem Viehzüchter werden...

Wer sagt es denn? Wir sollten wesentlich früher auf die Stimme unserer Hunde vertrauen. Aber wie gehen wir heute mit dem Mitgeschöpf Hund, mit allen Mitgeschöpfen um?

@tibimaxe.de

Quellen:
Josef Guter, Tibetische Märchen, Fischer Verlag
Corneille Jest, Karma, der Geschichtenerzähler, Benzinger Verlag